Steffi Fischinger


ZEUGNIS

Von Steffi Fischinger

Ich wurde in eine katholische, nicht gläubige Familie hineingeboren. Es gab keine Bibel bei uns Zuhause. In der Grundschule fragten mich zwei meiner Freundinnen: „Was, du warst noch nie in einer Kirche?“ Das traf mich tief und von da an ging ich jedes Mal, gemeinsam mit meiner Mutter in die Kirche. Der Religionsunterricht in der Schule gefiel mir sehr und mein Interesse für Gott wuchs mehr und mehr. Als ich zwölf Jahre alt war beobachtete ich abends oft den Sternenhimmel und dachte dabei viel nach… Ich stellte mir vor, ein Stern würde einem Menschenleben entsprechen. Doch dann meinte ich, dass dies ja nicht sein könnte, dass in hundert Jahren keiner mehr etwas über einen wissen würde. Um in Vergessenheit zu geraten, war der Mensch aber viel zu wertvoll… Ich dachte: „Ich muss also entweder berühmt werden, damit man mich nicht vergisst oder es muss doch ein ewiges Leben geben.“ Und so machte ich mich auf die Suche nach einem ewigen Leben, was allerdings einige Jahre in Anspruch nahm. Es führte über Umwege – meine Mama interessierte sich für New Age, Autogenen Training und Buddhismus.


Als ich 15 Jahre alt war, besuchten wir mit der Klasse ein Schullandheim. Für die Mädchen gab es zwei Schlafräume und als ich eines Tages in den anderen ging, bemerkte ich zwei Mädchen, die vor dem Frühstück in ein anderes Zimmer gingen und sich dort einschlossen. Ich wollte wissen, was sie da machen. Erst wollten sie es mir nicht sagen, da sie dachten, ich sei nur neugierig. Erst als ich sagte, dass es mich wirklich interessieren würde, erklärten sie mir, dass sie dort „Stille Zeit“ machen, also in der Bibel lesen und beten würden. Das eine Mädchen sagte mir, dass jeder eine Entscheidung treffen müsste: für Jesus oder gegen Ihn, da man nie wissen könne, wie lange man noch leben würde. Ich müsse sich also am besten sofort für Jesus entscheiden! Da ich vermutete, dass es eine große Entscheidung sei, die mein Leben für immer verändern würde, ließ ich mir einen Tag Bedenkzeit geben. Am nächsten Tag entschloss ich mich: „Ja, ich will Jesus in mein Leben aufnehmen.“ Wir saßen auf einer Bank mit einem Blick auf die Bäume am See, die vom Mond erhellt wurden und die Schulkameradin betete mit mir.  Als ich ins Bett ging, konnte ich nicht schlafen, ich musste im Bett stehen, ich fühlte mich, als könnte ich Bäume ausreißen! Das war der Heilige Geist, der auf mich kam. Ich fragte noch, ob diese Sache einen „Haken“ hätte, daraufhin erwiderte das Mädchen: „Ja, du musst jetzt jeden Tag „Stille Zeit“ machen!“ Ich durfte jetzt mit den beiden Mädchen „Stille Zeit“ machen. Und so habe ich es auch weiterhin in meinem Leben gemacht (Es gab in den vergangenen 35 Jahren vielleicht einen Tag, an dem ich es nicht getan habe). Ich bekam auch meine erste Bibel geschenkt – eine kleine grüne Gideonbibel. Jeden Tag hatte ich neue Fragen. Wenn wir mit dem Bus zur Schule fuhren, erzählten mir das Mädchen vieles über Gott und seiner Liebe zu uns.


Was sich seit damals verändert:

Meine Mutter und meine Schwester kamen auch zum Glauben an Jesus Christus. Ich ging mit meinen Klassenkameradinnen in den evangelischen Jugendkreis. Dann lernte ich meinen Mann kennen, er war auch evangelisch. Weil mir die katholische Kirche kaum etwas gebracht hatte und wegen der Heirat konvertierte ich zum Evangelischen. Als eines Tages das Thema der Erwachsenentaufe aufkam, war dieses für mich und meinen Mann schwierig, da wir ja schon als Kinder getauft worden waren. Meine beste Freundin erklärte mir sehr anschaulich, wie wertvoll die Erwachsenentaufe mit untertauchen im Wasser ist. Es dauerte aber noch viele Jahre, bis ich diesen Gehorsamsschritt im Jahre 2011 wirklich tat. Zu dieser Zeit fand ich mein geistliches Zuhause in einer freikirchlichen Gemeinde. Heute freue ich mich, regelmäßig schon fast ein Jahr zur Agape zu gehen und fühle mich hier sehr wohl.

Danke Herr Jesus für deine Güte und Treue zu mir!


In Liebe

Steffi Fischinger

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